Unterricht
Der Unterricht in der FOS Raumgestaltung umfasst 33 Wochenstunden. Er teilt sich auf in gestalterische Fächer und allgemeinbildende Fächer.
- 4 Std. Grafik und Zeichnen (Form)
- 4 Std. Farbe und dreidimensionale Gestaltung
- 2 Std. Kunstgeschichte
- 2 Std. Medienkunde
- 2 Std. Foto-Multimedia
- 3 Std. Fachenglisch
- 4 Std. Mathematik
- 4 Std. Sprache und Kommunikation
- 2 Std. Politik
- 2 Std. Physik
- 1 Std. Sport
Leistungsbewertung in der FOS
Grundsätzlich werden die schulischen Leistungen nach bestimmten Kriterien bewertet:
• schriftlichen Leistungen in Form von Klausuren, die unter Aufsicht
geschrieben werden und mindestens einstündig sein müssen. Das hängt in
der Regel vom Fach ab, so werden z.B. in den gestalterischen Fächern und in
Deutsch häufig vierstündige Arbeiten geschrieben.
• sonstige Leistungen, darunter fallen alle individuellen oder in Gruppen
gefertigten Arbeiten wie z.B. Referate, Präsentationen, Hausarbeiten usw.
und die Mitarbeit im Unterricht bilden den zweiten Teil der Bewertung.
• zusätzlich besteht die Möglichkeit besondere Lernleistungen zu erbringen.
In jedem Halbjahr werden zwei Klausuren geschrieben. In den schriftlichen Prüfungsfächern werden drei Klausuren geschrieben.
Abschlussprüfung der FOS
Die Prüfung besteht aus einer schriftlichen Arbeit in den Prüfungsfächern Sprache und Kommunikation und Mathematik (jeweils 5 Zeitstunden), Grafik oder Farbe (5 Zeitstunden) und Fachenglisch (3 Zeitstunden).
Die Aufgaben der Prüfungen orientieren sich an den laufenden Unterrichtsinhalten der Klasse 12. In Englisch handelt es sich um eine zentralisierte Prüfung, d.h. ein Teil ist in allen Fachoberschulen Hamburgs gleich.
Eine mündliche Prüfung ist nur in Ausnahmefällen nötig. Sie geschieht auf Antrag der Schüler oder der Prüfungsleitung und ist von bestimmten in der Prüfungsordnung der FOS festgelegten Bedingungen abhängig.
Grafik und Zeichnen
Zunächst ist der Unterricht auf die Vermittlung von „Basiskenntnissen“ gerichtet. Einfache geometrische Körper werden entwickelt, zueinander geordnet und zeichnerisch wiedergegeben. Dabei sind Fragen der Flächengliederung, der Gestaltungsprinzipien wie Rhythmus oder Proportion, der Maßhaltigkeit und der Größe wichtig.
Ebenso sind die Darstellung der Räumlichkeit über die Verteilung von Licht und Schatten und die perspektivische Zeichnung zentrale Unterrichtsinhalte.
Im Wechsel von konstruktiver Zeichnung zu freier Formentwicklung werden unterschiedliche Verfahrensweisen in der Gestaltung vermittelt und erprobt. Entsprechend haben die Übungen experimentellen Charakter wie z.B. die aus Ton geformte Gestalt, der Umgang mit „dem Zufall“ und daraus folgenden gestalterischen Eingriffen, körperbezogene und szenisch gespielte Gestalterfahrungen, sowie computergestütztes Zeichnen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Produktgestaltung und die Gestaltung von Räumen unter innenarchitektonischen Gesichtspunkten. Von der einfachen Anordnung verschiedener Einrichtungselemente bis zur gesamten Gliederung eines Raumes reichen hierbei die Aufgabenstellungen, so z.B. die Gestaltung eines Ausstellungsraumes oder eines Arbeits- und Sitzbereiches in einem festgelegten Raum. Die Entwicklung der Form in Verbindung mit einer praktischen Nutzung bildet die Grundlage für die Produktgestaltung. Hierbei geht es einerseits um die verschiedenen Bezüge eines Produktes und andererseits um den Entwurfsprozess: wie kommt man von der Ideensammlung zum fertigen Entwurf? Welche Art von Zeichnung, Skizze, Studie, Werk- und Planzeichnung, zwei- und dreidimensionale Darstellung - auch computergestützt - wird in welchem Stadium des Prozesses angewendet?Beim Zeichnen und Gestalten stellen sich schnelle Erfolge nicht immer ein, aber niemand braucht sich deshalb entmutigen zu lassen. Gestaltung soll auch Spaß machen! Erlernte und geübte Techniken, Methoden und Sichtweisen werden am Ende dazu führen, dass sich ein individueller Entwurfs- und Zeichenstil entwickelt.
Farbe und dreidimensionale Gestaltung
Der inhaltliche Schwerpunkt des Unterrichts befasst sich mit der Planung, dem Entwurf und der Ausführung von Flächen-, Körper- und Raumgestaltungs-arbeiten mit Praxisbezug.
Im Zusammenhang hiermit werden Aspekte der Farbenlehre, Farbwahrnehmung und Wirkungsweise von Form und Farbe experimentell sowie angewandt erarbeitet.
Dies geschieht in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit. Fachbezogene Klassenprojekte oder klassenübergreifende Projekte, auch in Kooperation mit privaten Trägern, dienen der Vertiefung und Festigung des bisher Erlernten und Stärkung der Teamfähigkeit.
Objektgestaltung in dreidimensionaler Form erfolgt im Modellbau mit Materialien wie Holz, Metall oder Ton. Die Entwurfsarbeiten werden mit unterschiedlichen Techniken erstellt: Zeichnungen mit Bleistift, Kreide oder Kohle, Pinsel und Palette, CAD (mit Illustrations- und 3D-Programmen).
Kunstgeschichte
Die Frage nach dem Gegenstand der Kunstgeschichte ist ebenso Thema des Unterrichtsfaches wie Methoden der Betrachtung und Interpretation von Kunstwerken.
Dabei wird, wie der Begriff Kunstgeschichte schon deutlich macht, Kunst in ihrem historischen, religiösen und soziokulturellen Kontext betrachtet und besprochen.
Es werden klassische und moderne Werke aus den Bereichen Skulptur, Malerei, Architektur und moderne künstlerische Äußerungsformen wie z.B. Aktionskunst herangezogen, um die Wahrnehmungsfähigkeit zu schulen und so eine differenzierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Kunstrichtungen zu erreichen.
Im Fach Kunstgeschichte finden regelmäßig Exkursionen zu Ausstellungen und in Museen statt.
Medienkunde
Mit Hilfe der Medienkunde Gestaltung verstehen! Es bestehen enge Verknüpfungen zur gestalterischen Praxis und zum konzeptionellen Arbeiten in den Fächern Farbe & 3D, Grafik & Zeichnen sowie Fotografie und Multimedia.
Im Fach Medienkunde geht es um die Analyse, Synthese und kritische Reflexion vorwiegend visueller Kommunikationsprozesse zwischen Gestaltern und ihren Rezipienten.
Wahrnehmungs- und zeichentheoretische Überlegungen bilden die Grundlage für später folgende Prozesse der Designentwicklung und –bewertung. Die theoretische Untermauerung der eigenen Leistungen in den gestalterischen Abschlussprüfungen wird dadurch erlernt.
- Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
- Was erleichtert oder erschwert unsere Wahrnehmung?
- Folgt Gestaltung Gesetzmäßigkeiten?
- Wie beurteilt und verbessert man Design?
Die Suche nach Antworten auf solche und ähnliche Fragestellungen begleiten unsere gemeinsame Arbeit an konkreten Gestaltungsaufträgen, Produkten, Medien.
Fotografie und Multimedia
Wir nehmen uns ausgiebig Zeit um grundlegende Kompetenzen im Umgang mit Gestaltungssoftware zu erwerben.
Wir konzentrieren uns dabei auf Präsentationssoftware, Layout- und Illustrationsanwendungen und wagen erste Gehversuche in der Bearbeitung bewegter Bilder (Videoschnitt). Als besonderes Highlight können wir dabei auf mehrere unterschiedliche Betriebssysteme zurückgreifen.
Im Fach Fotografie wird mit analoger und digitaler Spiegelreflexkamera gearbeitet, es werden grundlegende Kenntnisse der der Filmentwicklung und Bildbearbeitung im Fotolabor sowie am PC vermittelt.
Sowohl die Beherrschung der technischen Grundlagen als auch die gestalterische Qualität der entstehenden Fotoarbeiten spielen eine wesentliche Rolle. In Zusammenarbeit mit anderen Fächern wie Medienkunde, Zeichnen, Farbe und 3D wird oft in kleinen Teams projekt- und produktorientiert gearbeitet.
Fachenglisch
Hauptziel des Englischunterrichts ist es, die Fähigkeit zu entwickeln, sich in unterschiedlichsten beruflichen Situationen mit englischsprachigen Mitmenschen verständigen zu können.
Diese kommunikative Kompetenz wird über unterschiedlichste Lese-, Rede- und Schreibübungen trainiert. Dabei wird iAnfangs der Schwerpunkt auf Wiederholung gelegt. Ausgewählte Bereiche der Grammatik werden vertieft.
Themen, die im Unterricht bearbeitet werden, können sein: Werbung, Mode, Design, Kunstgeschichte oder Architektur (auch in Absprache mit der Klasse). Wenn möglich, werden die bearbeiteten Themen an die gestalterisch orientierten Fächer angelehnt.
Regelmäßig wird in Partner- und Gruppenarbeit gearbeitet. Hier sollen besonders SchülerInnen, die Schwierigkeiten mit diesem Fach haben, die Möglichkeit erhalten, in der kleineren Guppe mehr Fragen zu stellen und zu beantworten als in der großen Klasse.
Neben den klassischen Medien Text, Ton, Video hat der Einsatz computergestützer Medien immer stärkeres Gewicht erhalten. Als besonderes Highlight war es in den letzten Jahren immer möglich englische Studenten als "Assistant-Teachers" in den Unterricht einzubinden.
Mathematik
Im Mathematikunterricht beginnen wir mit Punkten und Geraden in einer Ebene. Wir untersuchen die Gleichungen dieser Geraden und gelangen so zum Begriff der linearen Funktion.
Behandelt werden auch höhergradige Funktionen (Parabeln, Potenz-, ;ganz- und gebrochenrationale Funktionen), ein wenig Differentialrechnung und ein freies Thema (z.B. Wahrscheinlichkeit, Aufbau des Zahlensystems).
Eine wichtige Rolle spielt neben der Richtigkeitauch die Form: Genauigkeit, Systematik und Übersicht sind in der Mathematik besonders wichtig.
Unser Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe der Mathematik bestimmte Prozesse und Zusammenhänge ihrer täglichen Lebenswelt verstehen lernen.
Sprache und Kommunikation
Im Fach Sprache und Kommunikation geht es um die Erweiterung der sprachlichen Handlungsfähigkeit.
Darunter ist die Fähigkeit zu verstehen, Texten und mündlicher Rede ihre Gehalte und Zwecke zu entnehmen. Diese Entnahme (Rezeption) erfordert je nach Textsorte und Textschwierigkeit mehr oder weniger Analyse und Interpretation. Dabei geht es nicht um subjektive Meinungen, sondern um das Verstehen der sprachlichen Mittel, mit denen Sprache ihre Wirkung erzielt, und die Untersuchung der Formen, in denen sich diese Mittel ausdrücken.
Handlungsfähigkeit bedeutet zudem, erkannte Gehalte und verfolgte Ziele in eine Textform oder mündliche Rede zu bringen.
Beides verlangt die kritische Auseinandersetzung mit Texten und mit anderen Menschen. Die Produktion von Texten stellt erhöhte Anforderungen in folgenden Bereichen:
- Klarheit - denn dem Leser sind keine Rückfragen möglich;
- Vollständigkeit - denn Gezeigtes und gestisch-mimisch-intonativ Vor- und Nachgemachtes oder Bedeutetes muss benannt, d.h. in Wissen überführt werden und
- Richtigkeit - denn das Gemeinte muss das Geschriebene sein, das Geschriebene das Gemeinte.
Sprache ist das wichtigste, universellste, aber auch komplizierteste Werkzeug, das die Menschheit in ihrer Geschichte entwickelt hat. Den in literarischen Texten enthaltenen Reichtum an Erfahrung, Schönheit und Einsicht zu gewinnen, ist die schwere, aber lohnende Arbeit des Unterrichts.
Politik
Der Politikunterricht soll ein Bindeglied zwischen fachlicher und allgemeiner Bildung sein.
Durch den Politikunterricht werden die Fähigkeiten weiter entwickelt, gesellschaftliche wirtschaftliche und politische Zusammenhänge zu beurteilen und eigene Handlungsmöglichkeiten einzuschätzen.
In der FOS wird auf die in der Berufsausbildung erworbenen Wirtschafts- und Gesellschaftskenntnisse aufgebaut. Schwerpunkte im Unterricht bilden Themen aus verschiedenen Politikfeldern. Es werden z.B. zentrale Fragen der Ökonomie, internationale Politik, Nord-Süd Konflikt, Globalisierung und Ökologie behandelt. Darüber hinaus spielt im Unterricht auch die aktuelle Tagespolitik eine wichtige Rolle.
Zur Vorbereitung von Themen werden Fachliteratur und das Internet herangezogen. Die Arbeitsformen des Unterrichts werden abhängig vom Thema und von der Klasse gestaltet, d.h. im Unterricht können Einzel- und Gemeinschaftsleistungen erbracht werden.
Dabei werden auch verschiedene Präsentationsmethoden erprobt und angewendet.
Die sprachlichen Möglichkeiten sollen gefördert werden, ebenso der Mut einen eigenen Standpunkt zu bilden und diesen in Diskussionen mit den Mitschülern zu vertreten.
Physik
Der Physikunterricht besteht aus zwei Lehrgängen.
Es gibt einen verbindlichen Teilbereich Mechanik sowie einen Wahlbereich in dem Themen wie z.B. geometrische Optik, Wellenlehre, Kernenergie, Wärmelehre, Energieumwandlungsprozesse im elektrischen Stromkreis oder Lichtentstehung im Atom behandelt werden.
Wir gestalten den Physikunterricht lebendig und interessan, indem wir den Fachthemen auf unterschiedliche Weise begegnen.
Einerseits erarbeiten wir die Unterrichtsziele im Klassengespräch, andererseits werden auch Schüler- und Demonstrationsversuche durchgeführt.
Unterrichtsmittel sind Fachliteratur, Filmmaterial und das Internet. Es ist nach Interesse auch möglich, sich durch eigene Recherche ein bestimmtes Wissensgebiet zu erarbeiten und die Ergebnisse seiner Arbeit in einem Referat vorzutragen.
Der Unterricht findet aber nicht nur in der Schule, sondern auch außerhalb der Klassenräume statt. Der Besuch von Ausstellungen, Museen und Vorträgen ist eine willkommene Abwechslung.
Unser Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern die Grundlagen der Physik zu vermitteln und dabei den Zusammenhang zwischen Theorie und Alltagsgeschehen z.B. Energieverbrauch, Strahlenbelastung, Wärme- und Lärmschutz herzustellen.
Sport
Neben aller fachlichen und allgemeinen Bildung sollte sich der Mensch natürlich auch bewegen.
Der Sportunterricht wird in einem klassenübergreifenden Kurssystem durchgeführt. Um individuellen Neigungen und Interessen gerecht zu werden, erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, aus einem Angebot von ca. 20 Sportkursen eine Auswahl von vier Kursen im Schuljahr zu treffen.
Die Angebotspalette ist breit gefächert und reicht von Trendsportarten, z.B. Inline-Skating, Squash, Badminton, Ultimate Frisbee, über gesundheitsorientierte Sportangebote, wie "ohne Rückenschmerzen zum Abitur", "Laufen ohne zu schnaufen", Konditionstraining, "Selbstbehauptung für Frauen", Bewegungstheater, Akrobatik und Wassersportarten, wie z.B. Rudern und Kanu, bis hin zu traditionellen Sportarten, wie Volleyball, Basketball, Fußball und Tischtennis.












