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Unser "Mosambik-Projekt" gewinnt erneut zwei Preise
„Austausch zwischen den (Handwerks-)Kulturen auf Augenhöhe“
Die G 6 hat im Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik 2009/2010 zwei Preise gewonnen: den Schulpreis und einen Preis in der Kategorie 4: Klassen 11-13.
Die Preise wurden gestern im Schloss Bellevue vom Chef des Bundespräsidialamt, Herrn Staatssekretär Dr. Wolff und der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesminsterium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Frau Kopp, den Gewinnerinnen und Gewinnern überreicht.
Neben Urkunden gab es zwei Schecks für die Gsechs: 5000,- € mit dem Schulpreis und 1000 € für den zweiten Platz in der Kategorie 4 (11-13 Klassen).
Schulpreis:
Die Bewerbung unserer Schule überzeugte, weil die beschriebene Begegnung von Schülern hier und anderswo beispielhaft auf Augenhöhe stattfindet. Berufsschüler werden an dieser Schule in den Bereichen Holz, Farbe und Textil ausgebildet und haben innerhalb ihrer Ausbildung Teil an Partnerschaften mit Einrichtungen in Mosambik.
Diejenigen, die an den regelmäßig stattfindenden Austauschen teilnehmen, begegnen sich über ihr fachliches Können. Die Schüler kommen darüber in Kontakt, vermitteln sich gegenseitig unterschiedliche Techniken. Über den fachlichen Austausch werden „nebenbei“ interkulturelle Kompetenzen vermittelt.
Zudem versucht man über diese Schulpartnerschaft auch die Infrastruktur der Partner in Mosambik sukzessive auszubauen und auch dort dann positive Aspekte mit in Gang zu setzen. Weiterhin haben die Aktivitäten der Schule auch einen integrativen Charakter hier in Deutschland, durch die Herkunft der Schüler, die häufig einen Migrationshintergrund haben.
2. Preis „Ein Spielplatz für Moamba“
Die Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schule G6 aus Hamburg reisten nach Mosambik, um dort gemeinsam mit ihrer Partnerschule einen Spielplatz vor Ort zu bauen.
Als Wettbewerbsbeitrag eingereicht wurden das Modell des Spielplatzes, eine Dokumentation und ein Film. An dem Projekt beeindruckt hat die gleichberechtigte Begegnung der Schüler aus Deutschland und Mosambik miteinander: Da beide Gruppen noch nie einen Spielplatz zuvor gebaut hatten, wurde das technische Wissen dafür gemeinsam erarbeitet und alle Ideen gleichberechtigt umgesetzt.
Das oft geltende Klischee vom ausschließlichen Wissenstransfer von Norden nach Süden wurde in diesem Projekt also komplett aufgehoben.
